Pädagogisches Konzept des kleinen Kindergarten „die Arche„ Scheierstr. 40

31675 Bückeburg

Träger: Elterninitiative „ Zukunft für Kinder „e.V.

Die Elterninitiative „ Zukunft für Kinder „ e. V. besteht aus Mitgliedern verschiedener christlicher Konfessionen.Unser pädagogisches Konzept leitet sich konfessionsübergreifend von biblisch-christlichen Grundsätzen ab.

Die Aufnahme der Kinder ist unabhängig von nationaler oder religiöser Herkunft. Wir wollen unsere Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken, damit sie den Herausforderungen der modernen Gesellschaft und des Lebens gewachsen sind. Ihr Selbstbild beeinflusst wesentlich ihr Handeln. Ein Kind, dass sich seiner Einzigartigkeit in der Welt bewusst ist und Vertrauen zum eigenen Wert besitzt, kann auch sein Gegenüber als einzigartig, wertvoll und wunderbar gemacht erleben. Bedingungslose Annahme und Liebe von Gott und den Menschen bilden die Grundlage, sich selbst und andere lieben und annehmen zu lernen. Wir verstehen christliche Erziehung nicht als einen „Bildungsbereich“ neben vielen anderen (wie z.B. Kreativitäts-oder Sozialerziehung), sondern gehen davon aus, das die positive Haltung gegenüber Gott und das Bewußtsein des Geliebtwerdens die Haltung gegenüber anderen Menschen und der Umwelt positiv prägen wird. Christliche Erziehung wird in alle Bildungsbereiche und Belange des täglichen Lebens mit einfließen.

Ziel:

Unsere Kinder sollen in Körper, Seele und Geist zu gesunden Persönlichkeiten in der Beziehung zu anderen heranwachsen und ganzheitlich gefördert werden unter Berück-sichtigung des individuellen Entwicklungsprozesses.

Teilbereiche:

Soziale Förderung

Ihre Bedürfnisse, Interessen, Gefühle und Ansichten lernen die Kinder in der Gruppe angemessen zu äußern und zu vertreten. Die Kinder lernen im Umgang miteinander , ihre persönlichen Rechte und Pflichten und die der anderen zu respektieren.Das Kind schließt Freundschaften und lernt so, auf die Bedürfnisse anderer einzugehen und ein Stück Verantwortung zu tragen, sowie sich selbst zurückzunehmen. Dabei lernt es Verhaltens-weisen wie Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Rücksichtnahme, einander zuhören,warten können, Höflichkeit und Gehorsam. Ein versöhnliches Miteinander wird eingeübt, Schwächere sollen unterstützt und Außenseiter integriert werden. Das Kind soll lernen mit anderen harmonisch zu spielen, sowie das Eigentum anderer zu respektieren. Unsere Aufgabe ist hierbei selbst Vorbild zu sein, aber auch unterstützend und helfend einzugreifen, damit das Kind lernen kann, Beziehungen aufzubauen und Konflikte zu bewältigen. Kinder in Krisensituationen bedürfen dabei unserer besonderen Aufmerksamkeit und Begleitung.

Emotionale Förderung

Die Kinder lernen sich als einzigartig anzunehmen und entwickeln eine gesunde emotionale Reife. Emotionale Probleme werden offen besprochen, akzeptiert und bewältigt.

Kognitive Förderung

Die Kinder werden zu selbständigem Denken und Urteilen angeregt. Durch Lieder, Spiele und Geschichten soll die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und der Wortschatz entwickelt und gefördert werden. Die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert, die Lesebereitschaft und das mathematische Vorstellungsvermögen entwickelt. Durch Malen, Basteln, Werken, Gestalten und Experimentieren mit Klängen, Geräuschen und Tönen, soll die Kreativität und Gestalt-ungsfähigkeit gefördert werden.

Physische Förderung

Das Kind soll zu einer gesundheitsfördernden Lebensweise im Bereich von Hygiene und Ernährung hingeführt werden. Es soll seinen Körper kennen und pflegen lernen. Dem Bewegungsdrang der Kinder wird z.B. durch Spiele im Freien und Bewegung zur Musik Raum gegeben. Die Freude an vielseitiger Bewegung soll im Kind geweckt und Selbst-vertrauen durch eine gut geübte Fein- und Grobmotorik aufgebaut werden. Gute Kletter-möglichkeiten bietet der alte Baumbestand im Garten, sowie die große Freispielfläche. Außerdem erfolgt die physische Förderung im wöchentlichen Turnangebot.

Vorschulische Förderung

Im letzten Kindergartenjahr sollen die Kinder noch gezielter und intensiver auf ihren Eintritt in die Grundschule vorbereitet werden.Diese Kinder sind in einer Vorschulgruppe zusammen-gefasst, die schwerpunktmäßig montags gefördert werden. Dabei geht es um theoretische und praktische Verkehrserziehung, die Förderung der Feinmotorik, kognitiver Fähigkeiten, von Konzentration und Ausdauer, des Sozialverhaltens, der Sprache und des Ausdrucks und auch um das spielerische Einführen in die englische Sprache. Die gute Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Immanuelschule, die Grundschule des- selben Trägers, hilft uns Lehrinhalte so zu gestalten, dass sie dem Kind den Übergang vom Kindergarten zur Schule erleichtern.

Rhythmische und musikalische Förderung

Die Kinder entwickeln ein Gefühl für Bewegung und Musik durch Experimentieren mit verschiedenen Klangkörpern und kleinen Theaterstücken. Jeden Dienstag bietet ein Musiklehrer musikalische Früherziehung an. Darin sind das Kennenlernen verschiedener Instrumente, rhythmischer Spiele , Lieder und Noten enthalten.

Umwelt und Ernährung

Die Kinder lernen, mit der Umwelt und dem eigenen Körper verantwortungsbewusst umzu-gehen. Sie verstehen in ihrem Rahmen die Auswirkung des eigenen Verhaltens z.B. im Umgang mit dem Müll und der Müllvermeidung. Hierzu sollen die Kinder an den Jahreszeiten orientiert mit Tieren, Pflanzen und Abläufen in der Natur vertraut werden. Dabei wollen wir das eigenständige Entdecken des Kindes fördern. Unser Garten mit Obstbäumen und Büschen bietet dazu viele Gelegenheiten.

Umsetzen von geistlichen Wahrheiten

Am Beispiel von Alltagssituationen werden den Kindern christliche Grundwerte vermittelt. Durch das Erzählen biblischer Geschichten, die sich an den Festen des Kirchenjahres orientieren, sowie Liedern und Gebet wird den Kindern ein Zugang zum Glauben angeboten. Dabei soll das Kind Gott als Schöpfer und Vater kennenlernen und die Sicherheit bekommen von Gott bejaht und geliebt zu sein. Es kann Jesus als Freund kennenlernen, der immer bei ihm ist und eine persönliche Beziehung mit ihm aufbauen möchte. Ebenso wird das Kind die Bibel als Gottes Wort erfahren.

Wochenplan:

Jeder Wochentag kennzeichnet sich zuerst durch ein spezifisches Schwerpunktthema aus:

Montags haben die Kinder genügend Zeit, sich wieder in den Kindergartenrhythmus einzu-finden. Es werden Spielzeuge und liebgewordene Dinge von zu Hause mitgebracht und im Morgenkreis gezeigt. An diesem Tag ist besonders viel Zeit zum Freispiel und Austauschen von Erlebnissen am Wochenende.

Dienstags ist Musiktag mit einem Musikpädagogen , der die Kinder in verschiedenen Gruppen unterrichtet. Abgesehen vom Unterricht des Flötenspielens und der Einführung in das Klavierspielen sind die Lehreinheiten in Rhythmik, musikalischen Spielen und Liedver-mittlung altersgerecht, aber inhaltlich identisch gestaltet. Somit können Lieder o.ä. auch in der Gesamtgruppe aufgegriffen werden.

Mittwochs wird unser biblisches Wochenthema schwerpunktmäßig behandelt. Dies findet parallel in 2 bis 3 Gruppen statt. Hierbei werden christliche Kirchenfeste ( wie Weihnachten oder Ostern ) natürlich aktuell aufgegriffen.

Donnerstags ist Turntag. In 2 Gruppen wird den Kindern Bewegungserziehung mit verschiedenen Materialien und Geräten angeboten. Auch Elemente der Rhythmik ( z. B. Schwungtuch ) fließen hier mit ein.

Zum Wochenabschluß am Freitag besteht die Möglichkeit eine Aktion zum Wochenthema oder etwas anderes zu unternehmen.
Auch an anderen Wochentagen wird das biblische Thema vertieft und erweitert. Die pädagogische Planung und Durchführung einer Woche ist dem jeweiligen Wochenplan an der Pinnwand zu entnehmen. Auf Grund von aktuellen Anlässen ( Geburtstage, Wetter ect. ) ist Flexibilität erforderlich , die zu einer Veränderung in der Planung führt.

Tagesablauf:

Auf Grund unterschiedlicher Faktoren, die das jeweilige Tagesgeschehen mit beeinflussen, kann ein allgemeiner Tagesablauf nur ungefähre Zeiten und Inhalte angeben.

8.00 – 9.30 Uhr Freispiel: Jedes Kind erfährt in dieser Begrüßungsphase, dass es erwünscht und geliebt ist, wobei auf die momentane Befindlichkeit des Kindes eingegangen wird. Diese Zeit dient dem Kind zur Orientierung in der Gruppe, wobei es sich Spiele und Spielpartner frei wählen kann.

9.30 – 9.40 Uhr Aufräumzeit: Die Kinder werden motiviert und angeleitet, benutztes Spielmaterial wieder ordentlich wegzuräumen. Hierbei werden Verantwortlichkeit und Sozialverhalten gefördert.

9.40 – 10.00 Uhr Morgenkreis: Wir sammeln uns auf dem Bauteppich oder im Stuhlkreis um gemeinsam zu beten, singen, Kreisspiele oder ähnliches durchzuführen. Es werden Anwesenheit und Anzahl der Kinder festgehalten, wobei die Kinder aktiv mit einbezogen werden. Wochentage, Datum und Jahreszeiten fließen thematisch ein.

10.00 –10.25 Uhr gemeinsames Frühstück: Das Frühstück findet parallel in zwei Gruppen statt. Bei Geburtstagen oder besonderen Anlässen gestalten wir eine gemeinsame Tafel im Gruppenraum.

10.25 – 11.15 Uhr Durchführung des jeweiligen Schwerpunktthemas

11.15 – 12.00 Uhr Erlebnisspiel im Garten mit gemeinsamen Abschluß ( Lied, Gebet )

Bei sehr schlechtem Wetter finden besondere Angebote in den Räumen statt ( Singspiele, Basteln, Rollbrettfahren, etc.)

12.00 – 12.30 Uhr Abholzeit

MitarbeiterInnen:

Für eine Gruppe von 21 Kindern werden 1 ErzieherIn und eine weitere pädagogische Fachkraft, Praktikantinnen bis zu einem Jahr und auf freiwilliger Basis ein Elternteil nach Bedarf eingesetzt, damit Kleingruppenarbeit und situative Unterstützung möglich werden.